IHK Mediengestalter Prüfungen: Was Ist Es, Zielsetzung und Praktische Informationen

Die IHK Mediengestalter Prüfungen sind staatlich anerkannte Abschlussprüfungen im Ausbildungsberuf „Mediengestalter/in Digital und Print“.

Sie bestätigen die berufliche Handlungskompetenz in Design, Medienproduktion, Technik, Kommunikation und Projektumsetzung. Die Prüfungen richten sich an Auszubildende nach dem dualen System sowie an Umschüler*innen aus kreativen, technischen oder digitalen Berufsbereichen.

Der Abschluss gilt bundesweit als anerkanntes Qualifikationsprofil für moderne Medienberufe und verbindet Kreativität, Technologie und Medienworkflow.

Praktische Prüfungen der IHK Mediengestalter Prüfungen:


Die Qualifikation: Bedeutung, Rahmen und Anerkennung

Die Prüfungen erfolgen durch die Industrie- und Handelskammern (IHK) und sind bundesweit einheitlich geregelt.
Der Beruf vereint gestalterische, technologische und medienlogistische Kompetenzen, die sowohl im digitalen als auch im klassischen Print-Sektor gebraucht werden.

Die Ausbildung gliedert sich je nach Schwerpunkt in folgende Fachrichtungen:

  • Gestaltung & Technik
  • Beratung & Planung
  • Konzeption & Visualisierung
  • Daten & Prozessessteuerung

Diese Spezialisierung erfolgt im Verlauf der Ausbildungszeit und bildet den Schwerpunkt der IHK-Abschlussprüfung.


Prüfungsinhalte und Kompetenzbereiche

Die IHK Mediengestalter Prüfungen decken einen Mix aus Gestaltung, Technik, Produktion, Kommunikation und Arbeitsorganisation ab.

Design & Gestaltung

  • Corporate- und Medien-Design
  • Farb- und Formgestaltung, Typografie, Layout
  • Kreativprozesse & Mood-Board-Erstellung

Medientechnik & Produktion

  • Druck-, Digital- und Webproduktion
  • Datenmanagement, Dateiformate & Farbmanagement
  • Software-Workflows (z. B. Adobe CC, CMS, Video-Basic)

Konzeption & Projektmanagement

  • Kundenbriefing & Anforderungsanalyse
  • Konzeptentwicklung, Storytelling & Prototyping
  • Zeit-, Kosten- & Ressourcenplanung

Kommunikation & Beratung

  • Kundenberatung & Präsentation
  • Team- & Projektkommunikation
  • Feedback- und Änderungsprozesse

Prüfungsstruktur und Bewertungsmerkmale

Die Abschlussprüfung ist praxisorientiert und besteht aus mehreren Prüfungsbestandteilen.

Schriftlicher Teil

  • Fachtheorie zu Medienproduktion, Gestaltung, Technik & Planung
  • Prüfungsaufgaben mit Fall- und Projektbezug
  • Dauer je Prüfungsteil: 60–90 Minuten

Praktischer Teil (Projektarbeit)

  • Durchführung eines realen Medienprojekts (Konzeption bis Datenübergabe)
  • Projektantrag & Dokumentation
  • Präsentation & Fachgespräch mit Prüfungsausschuss

Die Projektarbeit gilt als zentraler Prüfungsschwerpunkt, da sie reale berufliche Abläufe abbildet.


Zugangsvoraussetzungen

Reguläre Voraussetzungen

  • Anerkanntes Ausbildungsverhältnis nach BBiG
    oder
  • Umschulung mit genehmigter Bildungsmaßnahme

Kompetenzen, die hilfreich sind

  • Kreativität & gestalterisches Verständnis
  • Interesse an Technik, Software & Medienprozessen
  • Kommunikations- und Organisationsstärke

Berufliche Einsatzfelder und Perspektiven

Nach erfolgreichem Abschluss der IHK Mediengestalter Prüfungen ergeben sich vielseitige Karrierewege in der Kreativ- und Medienbranche:

  • Agenturen (Werbung, Digital, Content, Branding)
  • Medien- & Verlagsunternehmen
  • Marketing- und Kommunikationsabteilungen
  • Produktions- & Druckdienstleister
  • Start-ups, Social-Media- und Online-Plattformen

Weiterentwicklungsmöglichkeiten

  • Medienfachwirt (IHK)
  • Fachwirt*in Marketing/Kommunikation
  • Studium (Design, Medien, Kommunikation, UX)
  • Selbstständigkeit als Freelancer*in oder Studio-Owner

Abschließendes Fazit

Die IHK Mediengestalter Prüfungen sind ein vielseitiger, praxisorientierter und kreativer Ausbildungsabschluss mit hervorragenden beruflichen Zukunftschancen.
Er vereint Design, Technik, digitale Trends und Kundenorientierung — ideal für Menschen, die visuelle Ideen in professionelle Medienprodukte verwandeln wollen.


Häufig Gestellte Fragen (FAQ)

1. Wie schwer ist die Prüfung?

Mit konsequenter Projektarbeit und guter Softwarekompetenz gut zu meistern.

2. Muss man gut zeichnen können?

Zeichnen kann helfen, ist aber nicht zwingend erforderlich — entscheidend sind digitale Medienkompetenzen.

3. Wie lange dauert die Ausbildung?

In der Regel 3 Jahre, bei Umschulungen meist 24 Monate.

4. Mit welcher Software arbeitet man am häufigsten?

Vor allem Adobe Creative Cloud sowie CMS- und Workflow-Tools.

5. Kann ich mich nach dem Abschluss selbstständig machen?

Ja, viele Absolvent*innen starten erfolgreich in der Freelancer- oder Agenturbranche.

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